Zu aller erst möchte ich festhalten, dass Erziehung absolut nichts mit Tyranei, Misshandlung oder Gewalt zu tun hat.
Auch eigene Wut oder Unzufriedenheit an einem Tier auszulassen unter dem Deckmantel "Erziehung" ist nicht in Ordnung.
Kontraproduktiv wäre es auch seinen Hund anzuschreien.
Er hört nicht schlecht, und ausserdem demonstrieren sie ihm damit nur ihre Schwäche.
Ein schwaches Rudelmitglied ist kein Rudelführer sondern ein Folger.
In der Welt der Hunde ist man entweder stabil oder instabil.
Wenn sie die Führung nicht übernehmen, wird er es tun.
Dieser Aufgabe wird er nicht gewachsen sein, und durch dominantes oder instabiles Verhalten kompensieren.
Wenn sie ihrem Tier starke Führung geben, bedeutet das nicht, ihm Angst einzujagen, oder es mit Gewalt dazu zu bringen, dass zu tun was sie erwarten.
Eine schnelle, bestimmte Berührung wenn es nötig ist, ist ganz etwas anderes als seinen Hund zu misshandeln.
Bestrafung sollte nie "körperliche Gewalt" bedeuten.
Viel mehr sollte die Erziehung des Hundes auf drei Säulen aufgebaut sein
Bewegung - Disziplin - Zuneigung.
Ein müder ausgelasteter Hund, der mit Disziplin, Geduld und viel Zuneigung erzogen wird, wird sich automatisch seiner Natur entsprechend verhalten.
Er wird seinen Platz im Rudel finden, mit Freude und Loyalität wird er zum Folger seines Anführers.
Treu und immer darauf bedacht alles richtig zu machen, wird er aufmerksam seinem Rudelführer folgen.
Er wird sich bei ihnen erfüllt und sicher fühlen.
Hunde kommunizieren unaufhörlich über Gerüche ihrer Körpersprache und ihrer Energie miteinander.
Auch wir als Menschen tauschen uns unaufhörlich über diese Art der Kommunikation mit unseren Hunden aus.
Der Unterschied dabei ist nur, uns ist es nicht mehr bewusst, welche Signale wir unseren Hunden senden oder was uns unser Hund sagen möchte.
z.b. was unsere Gefühle angeht, können wir unsere Hunde niemals belügen.
Unsere unbewusten Signale sind unverwechselbar...
wir haben nur die Sprache verlernt!
Was auch noch ein ganz grosser Irrtum bei manchen Hundebesitzern wäre, ist
"ein Hund denkt oder handelt wie ein Mensch"!
Zu keiner Zeit halten sich Hunde für Menschen, sie sind ausgesprochen glücklich darüber sie selbst zu sein.
Hunde leben immer im Augenblick, sie treffen sich nicht mit Freunden und besprechen den letzten Urlaub, oder denken schon daran was nächstes Jahr alles auf sie zukommt.
Nein - was zählt ist nur das hier und jetzt!
Deshalb ist es auch möglich instabiles Verhalten sehr schnell abzulegen - wenn wir es ihnen gestatten...
Das natürliche Ziel im Leben eines Hundes ist die Verbundenheit.
Er möchte ein harmonisches, geerdetes und ausgeglichenes Leben im Einklang mit Mutter Natur!!!
Diesen natürlichen Willen sollten wir uns bei der Erziehung eines Hundes zu Nutze machen - so einfach kann es sein!
Hier, Sitz, Platz, Steh und Bleib, sind die Grundbegriffe die jeder Hund verstehen, und befolgen sollte.
Nicht nur um uns das Leben mit dem Hund zu erleichtern.
Das vorrangige Ziel dabei ist der Schutz unseres Hundes in der Welt der Menschen.
Unsere Welt birgt sehr viele Gefahren für unsere Hunde; aus diesem Grund müssen wir sie schützen.
In dem wir vor allem bei diesen 5 Grundkomandos sehr konsequent an der Erziehung arbeiten.
Es ist nicht wichtig für die Sicherheit ihres Hundes, ob er sein Spielzeug apportiert oder Männchen machen kann.
Es kann jedoch sein Leben davon abhängen, ob er auf Komando zu ihnen kommt oder am Gehsteig stehen bleibt.
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